Sie finden auf dieser Seite eine Schilderung zu weiteren Trackingmetmoden, die aus Platzgründen nicht mehr im Buch verankert werden konnte.
URL Tracking ist eine recht einfache Form des Trackings. Bei dieser Methode wird die ID des Affiliate-Partners direkt in den HTML-Code geschrieben, wenn ein Kunde die Website besucht. Die Partner-ID wird Teil der URL, die zu der Website des Anbieters führt. Beispielsweise www.AnbieterDomain.de/Partner-ID32.
Hierbei geht es um alle Links, die der Benutzer im Laufe des Besuchs auf der Merchant-Website aufruft.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie einen sicheren und durchgängigen Tracking-Prozess bietet und unabhängig von den Browser-Einstellungen des Users ist.
Der Nachteil ist, dass der Partner nur dann vergütet, wenn der Kunde direkt von der Partner-Website auf die Anbieter-Website gelenkt wird und die provisionierte Handlung (Kauf, Kontaktformular ausfüllen etc.) direkt ausführt. Wenn der Kunde also nicht sofort handelt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt direkt auf die Seite des Anbieters geht und die gewünschte Handlung vollzieht, geht der Partner leer aus. Außerdem ist die Konfiguration dieser Technik teilweise sehr aufwendig, da ausnahmslos jede URL im System angepasst werden muss, damit die Partner-ID nicht verloren geht.
Beim Session Tracking wird für den Besuch einer Website eine so genannte Session geöffnet und Transaktionen werden auf Basis der Session-ID registriert. Die Session-ID wird an den Browser des Nutzers auf der ersten Seite eines Auftrittes übergeben. In der Session können diverse benutzerspezifische Details, beispielsweise die ID des Partners, gespeichert werden. Solang die Session aktiv ist (in der Regel, bis der Browser neu gestartet wird), können vom Webserver die benötigten Daten gespeichert und ausgelesen werden.
Der Vorteil ist, dass diese Methode auch funktioniert, wenn Cookies ausgeschaltet sind. Die Session-Verwaltung ist Sache des Webservers.
Der Nachteil ist allerdings, dass hiermit nur Spontan-Transaktionen erfasst werden können, da eine Session spätestens beim Neustart eines Computers geschlossen wird.
Die Methode des Datenbank Trackings ist eine relativ neue Methode, die technisch auf bestehenden Methoden aufsetzt. Hierbei wird die Partner-ID aus der URL oder dem Cookie zusammen mit der Kunden-ID in einer Datenbank gespeichert. Auf diese Weise können Folgekäufe dieses Kunden eindeutig zugeordnet und bei der Provisionierung berücksichtigt werden.
Der Vorteil dieser Tracking-Form ist die zuverlässige Provisionierung von Folge-Transaktionen. Sie eignet sich daher vor allem dort, wo Spontan-Käufe bzw. Transaktionen innerhalb kurzer Zeiträume (kleiner 60 Tage) sehr unwahrscheinlich sind. Für Affiliates hat dies den Vorteil, dass sie zur Generierung von Interessenten (Leads) auch Werbemedien einsetzen können, die langfristig wirken wie zum Beispiel Newsletter oder Gewinnspiele.
Auch „Lifetime-Provisionen“ sind durch das Speichern der Kundendaten zusammen mit der Partner-ID deutlich zuverlässiger realisierbar, als dieses mit der reinen Cookie-Methode möglich ist.
Der Nachteil ist, dass diese Methode zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation bei den Affiliates führen kann. Dann nämlich, wenn neue, sehr aktive Partner für Ihre Arbeit nicht belohnt werden, weil Kunden bereits mit einer anderen Partner-ID gespeichert sind. Auch greift diese Methode nicht, wenn der Kunde sich nicht beim ersten Besuch registriert und dementsprechend keine Kunden-ID vorhanden ist.
Pixel Tracking wird häufig eingesetzt, wenn sich das Affiliate-Programm und die Website des Merchants nicht auf dem gleichen Server befinden. In diesem Falle muss der Affiliate-Server von einer Conversion auf irgendeine Art und Weise benachrichtigt werden.
Beim Pixel Tracking wird auf der Website des Anbieters ein für den Besucher unsichtbares Image in der Größe eines Pixels hinterlegt, das in einem Stück HTML-Code enthalten ist. Dies ist der so genannte Transaction-Tracking Code, der üblicherweise auf der Danke-Seite nach Abschluss eines Kaufvorgangs eingebettet ist. Wenn dieser Pixel vom Webserver des Netzwerkbetreibers angefordert wird, weiß dieser, dass eine Conversion (z.B. ein Kauf) stattgefunden hat, die dem Partner gutgeschrieben werden soll. Dabei können auch Parameter wie die Gesamtsumme zur Berechnung von prozentualen Provisionen übergeben werden.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie sehr einfach zu implementieren ist.
Ein kleines Manko dieser Methode ist, dass sie nicht funktioniert, wenn Besucher an ihrem Browser die Anzeige von Bildern (Images) ausgeschaltet haben, was jedoch sehr selten ist.
Anfang 2000 wurde diese Technik von der Firma Sevenval AG entwickelt und patentiert. Den wirklichen Durchbruch hat sie jedoch nie geschafft. Im Prinzip wird die Website des Merchants in die des Affiliates integriert, zumeist in einen Frame. Der Besucher verlässt beim Kauf die Website des Affiliates nicht mehr, vielmehr werden die Produkte des Anbieters virtueller Bestandteil der Website des Affiliates. Das Sekretariatsportal www.sekretaria.de setzt diese Technik teilweise noch ein.
Der Vorteil ist, dass der Besucher nicht von der Website des Affiliates weggeführt wird.
Der Nachteil liegt in der Schwierigkeit, eine solche Lösung visuell ansprechend und technisch sauber umzusetzen.